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CALL FOR PAPERS für das Schwerpunktheft 3/2009 der Österreichischen
Zeitschrift für Politikwissenschaft (ÖZP) zum Thema:
Europäische Energiepolitik
Herausgeber: Stephan Hofer
Drei übergeordnete Ziele bestimmen die Energiepolitik in der EU: Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit. Das ÖZP-Schwerpunktheft soll die europäische Energiepolitik vor dem Hintergrund globaler Entwicklungen kritisch analysieren und insbesondere folgende Themen diskutieren:
In der europäischen Energiepolitik setzt die Europäische Kommission auf die Liberalisierung der netzwerkabhängigen Energiemärkte. Der bisherige Verlauf des Liberalisierungsprozesses in Europa lässt allerdings Zweifel an der Wirksamkeit von neuen Regulierungsformen im Energiesektor aufkommen. In diesen Beiträgen soll eine kritische Evaluierung der bisherigen Liberalisierungspolitik und insbesondere der Rolle der Kommission stattfinden.
- Energieaußenpolitik: Versorgungssicherheit, Energieabhängigkeit und Geopolitik
In der erweiterten Nachbarschaft der Europäischen Union liegen nach Angaben der Kommission 80 Prozent der weltweiten Hydrokarbonat-Reserven, die über physikalische Leitungen verbunden werden können. Gleichzeitig entsteht aber das Problem, stärker von Staaten mit autoritären Regimen abhängig zu werden. Theoretische Beiträge können den problematischen Terminus "Geopolitik" und seine Anwendung in der Energiepolitik erarbeiten. Weitere Beiträge sollten europäische Diversifizierungsstrategien vor dem Hintergrund problematischer Interdependenzen diskutieren (Stichwörter Nabucco, Iran etc.). Beiträge könnten auch den Regelexport an Drittstaaten als Strategie der EU-Energiepolitik untersuchen (external governance) oder die Frage beantworten, wie erfolgreich die EU bei der Europäisierung der Energiepolitik in Drittstaaten ist.
- Nachhaltigkeit in der Energiepolitik
Kann die EU durch Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energieträgern die Versorgungsabhängigkeit reduzieren und die Nachhaltigkeit ihrer Energieversorgung gewährleisten? Empirische Beiträge könnten kritisch diskutieren, ob es der EU und den Mitgliedsstaaten mit den vorhandenen politischen Instrumenten gelingt, ihre Ziele in der Nachhaltigkeit und im Umweltschutz umzusetzen.
Energiepolitik ist ein interdisziplinäres Querschnittsthema. Neben den hier vorgeschlagenen Themen sind deswegen auch weiterführende Beiträge zur europäischen Energiepolitik willkommen (fuel poverty, Förderung von innovativen Energietechnologien, Wettbewerbspolitik etc.).
Zeitplan:
Themenvorschläge (Abstracts) bis 15. September 2008
Beiträge bis 15. März 2009, an den Herausgeber:
Stephan Hofer, stephan.hofer@energyagency.at
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